logoblogg.de • Elektrische Zigarette 

Montag, 23.10.2006

Montag, ja, Montag...

?MS-Schub, dass es kracht, plus Hexenschuss rechts hinten, plus Schnupfen. Also: der übliche Kortison-Trip  ?das Schöne am MS-Schub ? Speed, dass es nur so braust?

 

Theo kam selbstverständlich immer wieder vorbei, blieb ganze Nächte, brühte in gutem Beat starken Röstbarsud. Es gab feinen Biotobak, und wir hörten auch andauernd die neue Dylan-Platte, die uns der gute CGH, unser Kontakt-MAZ, gerade rechtzeitig live vorbeigebracht hat? Und überhaupt! Wer alles so hereinschaute! Das ist ja das Schönste am Krankgeschrieben-Sein. Am Kreuzungspunkt der Möbiusschleife wird König USW. zum Reiseführer. Man sitzt zusammen im Labor, im Cockpit, oder in der Kombüse, den Heißwasserbereiter, Bodumkanne und alles in Griffnähe. Kommt man ja gar nicht weg! ? Und die Welteroberungspläne schießen ins Kraut.

 

Dienstag, 17.10.2006

Trotz allem...

?bei allem und wegen allem. Mit einem Gruß an Blogwart Klaus.

 

 

 

Sonntag, 15.10.2006

Erkenne die Glut!

 

Und hier melden wir uns wieder aus dem Labor. Wie Ihr wisst, arbeiten wir am Phantom der Oper Part II, Die Rückkehr. Stand ja dietage schon in der MZ, die uns übrigens gestern und vorgestern mal wieder geklaut ward. Was geht im Kopf eines Menschen vor, der mir, einem schwerbehinderten MS-Krüppel, die Frühstückszeitung klaut, auch wenn die um 15Uhr noch vor unserer Tür liegt; wir arbeiten nachts immer sehr lange und manchmal gerne auch durch! ? ?Schwerbehinderter MS-Krüppel issn Weißer Schimmel.? sagt Theo dröge.

 

Gestern also: Phantom der Oper, Part II.  Wir arbeiten daran schon fast 2 Jahre für eine Weltfirma des Musicalbusinesses. Und wieder wurde es eine Lange Nacht. Sie waren fast alle da, wie man in der obigen Digitalradierung sieht: die bezaubernde Christine de Chagny, Ex-Operndiva, jetzt Hausfrau&Mutter eines reizenden, eindeutig hochbegabten (Von wem er das wohl hat?) Sohnes namens ?Frederik?; der pfiffige Inspektor Ledoux; Carla, die geheimnisvolle Königin der Unterwelt; Christines Gatte Raoul de Chagny; Eric, das Phantom und natürlich unser guter König Undsoweiter. Nur der olle Blanchin, Erics Onkel, war nicht da, ließ sich wahrscheinlich gerade mal  wieder von der Fee, der grünen, trösten, also mit Absinth volllaufen ? Hach ich liebe Wörter mit drei gleichen Konsonanten aneinanander! ? Und Theo besorgte gerade unser Nachtmenü zur Feier des Durchbruchs, denn der Songtexter hatte gerade das so lang erwartete und unter so großem intellektuellem Leid, Skrupel und Dünkel erarbeitete, erkämpfte, ja erlittene, aber auch errauchte große mystische Spiegelduett von Christine und Eric, dem Phantom vollendet. Und alle freuten sich riesig, und der König kriegte sich kaum ein vor Vergnügen und rief immer wieder: ?Erkenne die Glut in galvanischem Tiegel!... geil!! Sowas muss erssma einer sich trauen zu schreiben!? Und alle hatten Spaß, ja Spass und lachten Hohoho, nicht nur Eric, das Phantom. ? ?Und Sie sagen,? fragte Inspektor Ledoux, ?der Text passt tatsächlich genau auf das Phantomthema, das Peer Raben und die Jungs aus seiner Werkstatt geschaffen haben, drauf, mon chair?? ? ?Jo?, sagte der Songtexter, ?Nur beim Refrain müssen die in der Werkstatt noch ein bisschen zaubern. Soll ich´s Ihnen vorsingen? Aber da kam gerade Theo mit dem Festmenü von McDonalds, um die Ecke. Ihr wisst ja, wir essen einmal im Monat bei/von McDonalds, wegen der Einlaufkinder und ?Pommes gibt?s immer? und so. Und diesmal hatten wir ja noch einen schönen Grund mehr.

 

Natürlich sind wir saustolz und eingebildet, dass Peer Raben unser Komponist ist, wobei wir in aller Bescheidenheit ?unser? kursiv setzen. Steffi Stephan ist ja auch unser Komponist und Thomas deVries und der große Ekimas von den Erdmöbeln? Aber die Werkstatt Raben! Das ist Champions-League der Film- und Bühnenmusik! Und Peer Raben ist, wie ich von Florian Moser erfahren habe, ein Fußball-Enthusiast und -Kenner. Und wir schaffen zusammen Phantom der Oper Part II, Die Rückkehr, den zweiten Teil eines der größten Werke der Trivialliteratur (Zieh Dich warm an, Andrew Loyd!). Da werden dereinst Doktorarbeiten drüber geschrieben werden! Und da muss man ein paar Gassenhauer raushauen, und endlich ma ein paar anständige Tantiemen oder ?Tantalliëmen?, wie Ekki Maas damals immer sagte, kriegen (verdient haben wir sie schon längst)! Da müssen die Beats stimmen und die Grooves und die Feelings, um die 14-49er dem Standortmarketing, den Eventmanagern und dem Einzelhandel in die kundenfreundlichen Arme zu treiben. ? Die jenseits der 49 folgen von selbst, wenn sie von ihren Enkeln und Urenkeln mit ins Musical geschleppt werden: musst Du Dir unbedingt? is auch nich zu laut. Und dann wars doch n´ bisschen laut? am Anfang? aber die Melodien! Und die Stimmen!! Gibt?s davon auch eine Schallplatte?... und schließlich wird auch Oma auf der Gartenbank träumen und singen: Erkenne die Glut in galvanischem Tiegel! oder ?im galvanischen Tiegel?. - Die Beats, Grooves und Feelings müssen immer stimmen!? sagt Theo zu Recht. Aber was kann schon schiefgehn, wenn der Komponist ein Fußballer ist?! ? ?Nun, der Ball ist rund und nicht quadratisch, praktisch, gut.? sagt Ben. ? ?Eben!? murrt Renate, ?sonst kommt Ihr ja auch immer mit Eurem Heisenberg und Murphy!? ? ?Eben!? sagt da der König: ?Wir sind eben Künstler so&so! Heisenberg hat uns den Pass in die Lücke gespielt, und, ob er Recht hat oder nicht, wir dreschen den Ball immer wieder aufs Tor, bis er, Ihr wisst schon wer, einen reinlässt.? ? ?Wen meint Ihr mit Er-Ihr-wisst-schon-wer? Lord Woldemort?! ? Da müssen alle wieder sehr lachen; Renate kann manchmal auch witzig sein.

 

 

 

 

Zurück zur Homepage

 Seht Ihr, wie spät es schon wieder geworden ist?

 

Sonntag, 08.10.2006

"Watt...

 

 

...soll datt denn?!? ruft möglicherweise jetzt Ihr, als zwar internet- aber nicht bloggewohnter maz-Leser, der hier gelandet ist, innerlich aus, ?Hier geht?s ja gar nicht weiter! Hier is ja gar nicht die Fortsetzung dieses Artikels über die Raucherkette und was das alles soll?!?

 

Dabei seid Ihr mittendrin, und zwar sowohl in Münsters alternativer Zeitung =  maz, als auch in der Raucherkette. und: La-Ola-Wellen? Nur zu! Und seid doch froh, denn maz erscheint nur vierteljährlich! Die Banken aber fahren täglich mit uns Schlitten usw.

 

Der  Trick: maz hatte mich gebeten, eine Seite oder so zu unserem Happening, der Raucherkette, zu schreiben (und vielleicht ein paar Bilder dazu zu liefern)... Und die Mäzze retteten uns damit nicht nur aus dem Schreibblock, sondern ließen sogar zu, dass ich den Artikel, anstatt ihn in ihrer Zeitung ordentlich abzuschließen, beendete mit den Worten ?Lesen Sie, wenn Sie Lust haben, weiter in meinem Weblog, was Ihr hiermit ja tut, womit die Raucherkette weitergeht, und sogleich die neue alternative Zeitung Münsters ein Blog sich zugezogen hat wie die Jungfrau das Kind. ? ?Wie einen Pickel,? sagt Renate. ? ?Wie einen Maulwurf?, sagt Theo; und eigentlich ist das ein guter Vergleich. ?Und auch ein niedlicher Name für eine grüne Zeitung?, meint Renate. ?Jo!? sagen Ben, Theo, Flowrian, der König und ich im Chor.

 

So hat es Christoph Hochbahn im Editorial formuliert: Wir wollen eine gute alternative Zeitung für Münster machen ? hintergründig und fundiert, ausgewogen und provokant, unterhaltsam und durchaus auch augenzwinkernd. Das ist ein braver Plan, wobei wir den Qualitäten, hintergründig,  fundiert, ausgewogen provokant, unterhaltsam, augenzwinkernd, gerne noch unsere Vorschläge hinzufügen, nämlich: subversiv, geistesgegenwärtig, humorvoll trotz allem, bei allem und wegen allem? oder sie einfach durch sie ersetzen. Das Untergraben ist allerdings und freilich eine durchaus ambivalente Chose.

 

 

Zurück zur Homepage

 

Freitag, 06.10.2006

Labor

Donnerstag, 05.10.2006

Im Labor

 

 

Wir sind z.Z. viel im Labor? wo allerdings es hoch her ging den ganzen Tag lang. Paula Artkamp kam über den König mitten im Lever wie Zunami-Kriemhild mit Heldenfrühstück mit würzigsten Käsen und herzhaftesten Salamis und feinstgechnittenem Nervengifte (legal und bio). Und brühte erstmal ein anständiges Röstbargebräu, schwarz und stark. (Ich kam den ganzen Tag nicht vom Küchentisch weg.)

 

Schon bald gesellte sich Theo Kuhlmann zu uns, und wir Drei schmiedeten Pläne für Subversion und Komplott bis tief in die Nacht, wenn die Mütter und die Kinder müde werden und gelinder, und wenn sich in Pizzagrotten Opernfans zusammenrotten, wenn die Huren sich nicht zieren, auch den Grenzfall zu probieren usw. kurz: wir sprachen, philosophierten, ja phantasierten über Kunst, und was das sei und so. Ab&zu huschte mal das Phantom durch den Raum, nahm einen Zug, lachte kurz hohoho und war schon wieder weg. ? Schade, dass Flowrian  nicht gekommen ist; er hat so ein gutes Gedächtnis. (Auch sangen wir viel.)

 

?Kunst ist alles, was nicht der Fall ist.? wiederholte sich Theo des Öfteren mit dem, was wir schon ganz am Anfang unseres Artikels in Münsters neuer alternativen Zeitung maz gesagt haben, und: ?Hab ich Euch eigentlich schon erzählt, dass ich bei Ebay eine original-taiwanesische Kopie von Ludwig Wittgensteins Türklinke ersteigert habe, für´n Appel und´n Ei?? sagte er, glaub ich, auch mehrmals? Jedenfalls sangen wir auch viel, und die Raucherkette blieb ununterbrochen?

 

Der da du

 

 

Zurück zur Homepage

 

 

 

Sonntag, 01.10.2006

Sonntag 011060

Ball halten! Geckickt von "Ocean´s Eleven"...

Samstag, 30.09.2006

Samstag 300906

Freitag, 29.09.2006

Cool Town (At)

 

 

?In der Parenthese am Ende des vorletzten Abschnittes (in maz) habe ich darauf hingewiesen, dass in TRI die zweite Flanke für Stadtmarketingmenschen steckt, und zwar in dem Raucherkettenhemdchen mit der Seriennummer RKTS01C, welches unser Modell Bernadette im obigen Bild vorführt. Im Bild in maz trägt sie RKTS01B, während Hermann Meyersick RKTS01A und Fritz Schmücker RKTS01C tragen. Für diese beiden Bilder hat Münstermarketing (MM) bei mir ein TRI gut. Und ich muss darauf hinweisen, dass an beiden Bildern ? bis auf die Köpfe der drei Models ? alles gefälscht, ja gefaked, ist, was man fälschen und faken kann. ? N.f.U. Ich liebe Hendiadyoins

 

Aber mal ehrlich: Steht es der Leiterin von MM nicht ganz ausgezeichnet, und zwar nicht nur als cooles T-Shirt, sondern als Quintessenz eines poetischen Kunstwerkes, dessen grundsätzliche Aussage lautet: Münster ist echt cool. Münster ist, wie wir es auf unserer Platte ?Coesfield Blues? besingen:

 

Cool Town

 

Die englische Stimme ? ?My God, what am I doing here!?? ? auf dem Stückchen ist die von meinem geliebten Schwager, Mark Hoepfner. Er erzählt, wie er Ende der 70ger als sog. ?Tommy to rent? nach Münster gekommen ist: ?I liked Münster straight away?. Im Hintergrund hört Ihr den Munkenbeat: Bumm, Bumm, Pappalapapp. ? Versucht mal herauszuhören, aus wie vielen und welchen Samples aus berühmten alten Popsongs wir diese Hymne komponiert haben. Wenn Ihr sie jetzt gleichzeitig aus (auf) Eurem Laptop hört, dann könnt Ihr nachvollziehen, was wir als das Wechseln von Erzählformen beim Erzählen der Geschichten unseres Lebens verstehen. Die Bilder hier sind auch so eine Erzählform.

 

Zurück nun zu der zweiten Flanke, die wir meinen: Von unserem Mäzen wurde so selbstverständlich wie natürlich auch die auf zehn Dreiersets Raucherkettenhemdchen beschränkte Erstausgabe von TRI gelöhnt. Er hat es gelöhnt mit ähnlich spitzbübischem Lächeln, wie das von Steffi Stephan, 3.v.r. auf dem Foto von Peter Sauer in maz, als und wie der das coole Hemdchen RKTS01C in der Raucherkette trug und weiterhin trägt und ein Lied davon singen kann, warum?

 

Das Coole Hemdchen verweist auf die Tatsache, dass für uns Münster trotz allem, bei allem, wegen allem die lebenswerteste Stadt der Welt bleibt. Wir kommen hier einfach nicht weg, denn MS ist unsere Krankheit. (Übrigens reden wir uns und Euch hier im Blog meistens im Majestatis an und wir unterscheiden nicht allzu streng zwischen erzähltem Ich und Erzählerich, sorry, Erzähler-Ich.) Aber ?lebenswerteste?! was ist das für ein Prädikat!? Da wird eim ja die Milch sauer! ? Münster ist cool, Rauchen kann tödlich sein, und Pferde sind auch lecker. Wir meinen das alles augenzwinkernd?

 

 

Zurück zur Homepage

Donnerstag, 28.09.2006

Vierteljährlich?

Ihr habt richtig gesehen: Die Blumen sind von Vincent van Gogh

v.l.n.r. AЁS, Christoph Hochbahn, Theo Kuhlmann

 

Das Bild soll natürlich sagen (zeigen), wie sehr wir uns gefreut haben, als wir die ersten paar Exemplare der druckfrischen maz in den Händen hielten. Theo, sonst cool wie Klose, war geradezu und nachgerade geil darauf, mit ins Bild zu kommen. Wir trafen uns bei Jürgen Kehrer, Münsters Krimiautor, um dem Treffen was Subversives zu geben oder zu verleihen. Steffi Stephan war per VOIP zugeschaltet. Mächtigen Spaß hatten wir an dem Bild von Hery Clas auf Seite 2: Ein Bild von einem Hery! - ?Das Auge wählt mit.? sagte Renate. ?Besonders bei Frauen und Schwulen. Da is auch immer was von Personenwahlkampf dabei?, sagte Ben. ? ?Na und?? sagte Renate. ? ?Was sieht denn schon das Auge?? fragte Ben. ? ?Na ja.? sagte der Neurologe. ? ?Siehste!? sagte Renate. ? ?Welcher Neurologe?? fragt ein Leser. ? ?Weiß nich,? schreibt der Autor, ?is mir gerade eingefallen.?  ? Da erhob Theo seinen Zeigefinger und sprach: ?Trau nie der Schönheit, Du traust ja auch nicht der Werbung!?

 

 ?Wie findest Du uns denn?? fragte Christoph Hochbahn. ?Cool,? sagte ich, ?cooles Papier, cooles Format, charmantes Editorial.? Ich kann es mir nicht verkneifen, es hier noch mal in den Vordergrund zu ziehen. (Jetzt weiß ich auch wieder, wie der Award hieß.)   

 

maz ab!

Münster ist eine schöne Stadt. Die lebenswerteste der Welt sogar, glaubt man dem LIVCOM Award 2004. Münster ist schön, Münster ist lebenswert, Münster ist lebendig, hat Charme, Flair, Ausstrahlung und Anziehungskraft.

Nicht zu vergessen: Münster ist grün. Erst im August hat die Stadt die Goldmedaille im Bundeswettbewerb ?Unsere Stadt blüht auf!? gewonnen und wird Deutschland 2007 beim Europawettbewerb ?Entente Florale? vertreten.

Münster ist grün ? das gilt auch politisch. Fast 20 % der abgegebenen Stimmen ? in absoluten Zahlen: 24.030 ? fielen bei der letzten Kommunalwahl auf Bündnis 90 / DIE GRÜNEN / GAL. Jede/r Fünfte in dieser Stadt denkt oder sympathisiert mit grünen und alternativen politischen Inhalten. Allein: In Münsters Medienlandschaft war und ist davon wenig zu spüren.

Diese Leerstelle wollen wir füllen ? mit der
maz!

maz steht für ?Münsters alternative Zeitung?. Wir haben lange diskutiert und uns bewusst gegen Namen wie etwa ?Grüne Zeitung? oder ?Maulwurf? (Name der langjährigen früheren grünen Zeitung) entschieden. Wir wollen nicht in Fußstapfen treten ? und wir wollen uns nicht auf grüne Parteipolitik reduzieren.

In der
maz-Redaktion und im MitarbeiterInnenkreis arbeiten Grüne und Nicht-Grüne, die eines eint: Wir wollen eine gute alternative Zeitung für Münster machen ? hintergründig und fundiert, ausgewogen und provokant, unterhaltsam und durchaus auch augenzwinkernd.
Ganz in diesem Sinne: Einen Tusch zur Erstausgabe bitte ? und
maz ab!

Christoph Hochbahn, Chefredaktion

 

Aber vierteljährlich?! Hömma!

 

Zurück zur Homepage